8 Einsätze innerhalb von 24 Stunden

Am Ende des insgesamt siebten Berufsfeuerwehrtages der Jugendfeuerwehr Idar-Oberstein der nach der Corona-Pause erstmals seit 2018 wieder stattfand, konnte man in glückliche aber auch erschöpfte Gesichter der 39 teilnehmenden Mädchen und Jungen sowie ihren rund 20 Betreuern blicken.

Der Startschuss für die 24 Stunden Schicht fiel freitags um 17:00 Uhr und als die Jugendlichen in zwei Löschzüge eingeteilt waren, lies der erste Einsatz nicht lange auf sich warten. In Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr Vollmersbach wurde der Brand einer Grüngutanlage angenommen, welcher das Anrücken von allen eingesetzten Fahrzeugen erforderte.
Yannick Peters fungierte bei diesem Einsatz als Einsatzleiter und war nach eigener Aussage schon etwas nervös, freute sich aber auf die noch kommenden Übungsszenarien. Merle Fuhr war begeistert einen Einblick in den Alltag der Feuerwehr zu erhalten und Hannah Leyendecker freute sich besonders darauf neue Leute aus den anderen Wachen kennenzulernen und den Zusammenhalt noch mehr zu stärken. Natürlich standen immer mehrere Betreuer den Kids zur Seite.

Als der Einsatz abgearbeitet war und die Einsatzwagen wieder zur Wache 1 zurückgekehrt waren wurden die Jugendlichen von Oberbürgermeister Frank Frühauf sowie dem Wehrleiter Jörg Riemer offiziell begrüßt. Vor dem Abendessen wurden noch die Feldbetten aufgebaut und ein Übungsdienst absolviert.
Es sollte keine große Gelegenheit zum Schlafen geben, denn um 22:15 Uhr ging ein erneuter Alarm ein. Die Brandschützer wurden zu einer verschütteten Person ins Siesbachtal gerufen und so machten sich abermals beide Löschzüge auf den Weg zur Personenrettung.
Nach dem Einsatz kehrte trotz dem erhöhten Adrenalinspiegel ausgelöst durch die sehr realistisch inszenierten Übungseinsätze etwas Ruhe ein bevor die Stille der Nacht jäh von der Alarmierung zu einer Personensuche unterbrochen wurde.
Folgende Einsätze warteten noch nach dem Frühstück auf die Jungs und Mädels: Ein Garagenbrand in Enzweiler, die Unterstützung des Rettungsdienstes, eine Tierrettung und ein vermeintlicher LKW-Brand bei dem zum Glück nur die Bremsen heiß gelaufen waren.

Zum Abschluss des Berufsfeuerwehrtages wartete noch ein absolutes Highlight auf alle Beteiligten. Was zunächst „nur“ als BMA also Brandmeldeanlagen-Alarm gemeldet wurde stellte sich als Brand einer Lagerhalle mit Menschenrettung heraus und erforderte das schnelle Eingreifen beider Löschzüge. Der Qualm einer Nebelmaschine quoll aus dem Gebäude und vermisste Personen waren zu suchen. Da Menschenrettung vor Brandbekämpfung oberstes Gebot hat wurden direkt Rettungsmaßnahmen eingeleitet bis schließlich alle Dummys und Personen ins Freie verbracht werden konnten. Es wurde mit mehreren Strahlrohren eine Riegelstellung aufgebaut um das Übergreifen des „Brandes“ auf andere Gebäudeteile zu verhindern und nach anstrengenden und aufregenden Minuten konnte „Feuer aus“ vermeldet werden.

Hauptorganisator war Jugendfeuerwehrwart Bernhard Rothenberger der zufrieden konsternierte:
„Es war ein rundum gelungener Berufsfeuerwehrtag der ohne die zahlreichen Helfer und Jugendwarte von den aktiven Wehrleuten nicht hätte umgesetzt werden können“. Weiterhin dankte er den Firmen SSS im Siesbachtal, der Firma Wolfgang Loch und der Feuerwehr Vollmersbach für die hervorragende Zusammenarbeit.

Bericht und Foto: Christian Schulz, Foto Hosser

Übungseinsatz bei Firma Loch

Foto: © Foto Hosser