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Gemeinsame Eisrettungsübung unter Leitung der DLRG

Gruppenbild: Volker Schaaf, Leiter der Übung - ganz rechts im Bild

Gruppenbild: Volker Schaaf, Leiter der Übung - ganz rechts im Bild


Am vergangenen Samstag (28.01.2017) fand eine gemeinsame Übung zum Thema „Eisrettung“ unter der Leitung der DLRG Ortsgruppe Idar-Oberstein im Naturbad Staden statt.

Morgens gegen 10 Uhr haben sich Einsatzkräfte der DLRG, der Feuerwehr (Wache 3 und 4), sowie des DRK Ortsvereins Idar in der Feuerwache 4 in Weierbach eingefunden, um gemeinsam eines der aktuellsten Themen in der Menschenrettung zu thematisieren: Die Rettung einer im Eis eingebrochenen Person.

Volker Schaaf, der bei der hiesigen DLRG Leiter Einsatz ist und die Übung leitete, begann nach der Begrüßung durch die gastgebende Feuerwehr mit einer theoretischen Einführung in die grundsätzlichen Gefahren, sowie das Vorgehen bei einer Eisrettung. Die Rettungskräfte wurden somit hinsichtlich Mindestdicken der Eisfläche für das sichere Betreten informiert. Als ein weiterer wichtiger Punkt war die Verwendung von gebräuchlichen Hilfsmitteln, wie sie von den Hilfsorganisationen und Feuerwehren im Bundesgebiet verwendet werden, thematisiert worden. Ein besonderes Augenmerk ist hier auf die Teilnahme von drei Mitgliedern des DRK zu legen. Für diese ist die Personenrettung am bzw. im Wasser eher außergewöhnlich. Umso mehr haben sich die Kameraden von Feuerwehr und DLRG gefreut diese bei der gemeinsamen Übung begrüßen zu dürfen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es zum praktischen Teil der Übung in das Naturbad Staden. Hier sei den Stadtwerken Idar-Oberstein für die Ermöglichung der Übung gedankt. Nachdem die Eisdicke des zugefrorenen Beckens für sicher befunden wurde, wurde ein etwa 1m² großes Loch durch die Feuerwehr ins Eis gesägt. Als zu rettende Person stellte sich Thomas Cullmann, welcher als Mitglied der DLRG in einen Trockentauchanzug ins Wasser ging, zur Verfügung.

In der praktischen Übung fanden die gängigsten Hilfsmittel Anwendung, da die Feuerwehr als hauptsächliche Zielgruppe der Übung, keine speziell für die Eisrettung konzipierten Hilfsmittel besitzt. Daher war die Übung eine auf die Bedürfnisse abgestimmte Veranstaltung mit klarer Zielführung. Die eingesetzten Hilfsmittel waren die Schleifkorbtrage, das Spineboard, sowie mehrere Steckleitern. Das Prinzip der Hilfsmittel (auch der speziell auf die Eisrettung konzipierten Hilfsmittel) ist es das eigene Körpergewicht auf eine größere Fläche auf dem Eis zu verteilen und somit die Einbruchgefahr zu minimieren. Aufgrund der verschiedenen Hilfsmittel war es möglich mehrere unterschiedliche Szenarien zu erproben. Der klassische Ansatz einer Ein-Helfer-Rettung wurde somit neben einer Zwei-Helfer-Rettung geübt. Bei beiden Methoden steht die Eigensicherung durch Leinen und Leinenführer, welche bei der Rettung der eingebrochenen Person eine zentrale Rolle spielen, im Mittelpunkt. Das unterschiedliche Verhalten (z.B. Bewusstseinsänderungen) der Person im Eis konnte den Rettern einen möglichst realistischen Eindruck der Schwierigkeiten bei einer solchen Rettung verdeutlichen. Der Leiter Einsatz der DLRG, Volker Schaaf, hat außerdem seine Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit mit den ansässigen Hilfsorganisationen, zum Beispiel für weitere Eisrettungsübungen, signalisiert.

Abschließend lässt sich sagen, dass alle Einsatzkräfte der verschiedenen Organisationen einen sehr interessanten Übungstag hinter sich gebracht und viel Neues für die Zukunft gelernt haben. Die Organisationen weisen die Bevölkerung ausdrücklich darauf hin, dass Eisflächen nur nach der offiziellen Freigabe betreten werden dürfen. Andernfalls besteht in höchstem Maße Lebensgefahr.



Bericht:
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
Landesverband Rheinland-Pfalz
Bezirk Nahe-Hunsrück
Ortsgruppe Idar-Oberstein e. V.