Wappen der Feuerwehr Rheinland-Pfalz

Berufsfeuerwehrtag wieder ein voller Erfolg

Insgesamt 68 Jugendliche und Betreuer leisteten Anfang Juli einen 24-Stunden Dienst in der Feuerwache 1 ab. Bereits zum 5. Mal wurde dieses Format von Stadtjugendfeuerwehrwart Bernhard Rothenberger organisiert und in der Stadt Idar-Oberstein durchgeführt.

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr wurden auf zwei Wachabteilungen aufgeteilt und auf den ersten Löschzug, bestehend aus ELW 1, HLF 20/16, TLF 20/40SL, TLF 16/25 und zweiten Löschzug, zwei ELW 1, LF 16/12 und TLF 16/25, zugewiesen.

Die ersten Einsätze folgten unmittelbar nach Dienstbeginn. Zwei Handwerker wurden in der Mainzer Straße von einem Reifenstapel begraben und mehrere, durch Faulgase bewusstlos gewordene Personen, galt es aus Wasserkanälen an der Fahrradbrücke zwischen Hammerstein und Enzweiler zu retten. Nach diesen ersten Rettungsaktionen wurde die Mannschaft durch den Bürgermeister Friedrich Marx und dem stellvertretendem Wachführer der Feuerwache 1 Jörg Willrich begrüßt und es wurde sich für die kommenden Stunden mit selbstgemachtem Döner gestärkt.

Später am Abend folgten ein PKW-Brand in einer Garage in Mittelbollenbach und ein Brandmeldeanlagenalarm im Industriegebiet Georg-Weierbach, ausgelöst durch eine überhitzte Stanzmaschine.

Ein Highlight um ca. 23:30 Uhr war eine vermisste Personengruppe im Steinkaulenberg. Eine Schülergruppe wurde versehentlich in der Mine eingeschlossen und verlor bei völliger Dunkelheit die Orientierung. Da der Betreiber die gesamte Beleuchtung ausgeschaltet hat wurde die Suche und Rettung für die Jugendfeuerwehrmitglieder deutlich erschwert. Nach diesem Einsatz ging es über in die wohlverdiente Nachtruhe.
Unsanft geweckt wurden die Jugendlichen dann am frühen Samstagmorgen. Gemeldet wurde ein Brand in einer Industriehalle der Firma Loch mit mehreren Verletzten. Der Brand weitete sich schnell zu einem Großbrand aus.

Nach dem Frühstück wurde dann noch eine Verpuffung in einer Garage in Enzweiler gemeldet und eine Person unter einem umgestürzten Baum in der Schönlautenbach befreit.
Auch in sich hatte es der letzte Großeinsatz auf dem Festplatz. Alarmiert wurde wegen aufsteigendem Rauch aus einem LKW. Schnell stellte sich heraus, dass es sich hier um einen Gefahrgutunfall handelt und die Jugendlichen mussten mit einem improvisierten Dekontaminationsplatz und entsprechender Schutzkleidung reagieren.

Auch der Dienst in der Feuerwehreinsatzzentrale wurde durch die Jugendlichen sichergestellt. Hier mussten aufgeregte Anrufer beruhigt, die Löschzüge alarmiert und die Einsatzdokumentationen erstellt werden. Ebenso dazu gehörten die Tätigkeiten der Gruppen- und Zugführer. Mit Unterstützung der Betreuer übernahmen die Jugendlichen die Einsatzleitung und steuerten selbständig die Abläufe.

Bericht: Kerstin Görtz, Pressewartin FFIO