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Freiwillige Feuerwehr arbeitet professionell - Zahlreiche Ehrungen beim alljährlichen Kameradschaftsabend

Zu ihrem traditionellen Kameradschaftsabend hatte die Freiwillige Feuerwehr Idar-Oberstein in die Feuerwache 1 geladen. Neben den Feuerwehrfrauen und -männern aus Idar-Oberstein konnten Beigeordneter Friedrich Marx und Wehrleiter Jörg Riemer hierzu auch Vertreter befreundeter Wehren, der Polizei sowie von Hilfs- und Rettungsdiensten begrüßen.
Als Ehrengäste nahmen unter anderem Oberbürgermeister Bruno Zimmer, Bürgermeister Frank Frühauf und der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Armin Schneider teil.

In seiner Ansprache lobte Marx den hohen Grad an Professionalität, der die Idar-Obersteiner Feuerwehr auszeichnet. „Viele Bürger meinen, wir hätten eine Berufsfeuerwehr, dabei leisten unsere Feuerwehrleute ihren Dienst ehrenamtlich in ihrer Freizeit“, so der Beigeordnete. Er dankte den Feuerwehrangehörigen für ihr großes Engagement bei Einsätzen, bei Fort- und Weiterbildung sowie der Verwaltung und Pflege der Gerätschaften.

In seinem dritten Einsatz- und Tätigkeitsbericht musste Wehrleiter Jörg Riemer glücklicherweise nur von zwei leicht verletzten Feuerwehrangehörigen berichten – und das bei insgesamt 168 Einsätzen. Dazu kamen noch zahlreiche Übungen, technische Dienste, Lehrgänge und Seminare, außerdem wurden bei 100 Veranstaltungen Brandsicherheitswachen gestellt. Die Freiwillige Feuerwehr Idar-Oberstein besteht aktuell aus 144 aktiven Feuerwehrleuten, 54 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und 70 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung. „Die Gewinnung von Nachwuchs und dessen Ausbildung ist eine ständige wichtige Aufgabe der Feuerwehr, Seiteneinsteiger gibt es kaum“, so Wehrleiter Riemer, der sich besonders bei den Jugendwarten für deren Engagement bedankte.

Außerdem dankte er Rat und Verwaltung für die Bereitstellung von Haushaltsmitteln für die notwendige Ausrüstung.
In seinem Grußwort unterstrich Oberbürgermeister Bruno Zimmer, dass die Stadt trotz klammer Kasse auch in Zukunft für die notwendige Ausstattung der Feuerwehr sorgen werde. „Davon hängt nicht nur die Sicherheit der Bevölkerung, sondern auch der im Einsatz befindlichen Feuerwehrangehörigen ab“, sagte Zimmer. Erst kürzlich seien Feuerwehrleute bei einem Löscheinsatz dank ihrer persönlichen Schutzausrüstung vor größeren Verletzungen bewahrt worden. Die Kultur des Helfens, die vor allem auch die Feuerwehrfrauen und –männer auszeichne, mache eine Gesellschaft erst lebensfähig, hob Zimmer hervor und wünschte den Kameradinnen und Kameraden, dass sie stets wohlbehalten von ihren Einsätzen zurückkommen.

Der stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteur Armin Schneider dankte der Idar-Obersteiner Feuerwehr für die gute Zusammenarbeit auf Kreisebene und würdigte das Engagement der Wehrleute. Auch Schneider wies auf die große Bedeutung der Nachwuchsgewinnung hin, die in Idar-Oberstein aufgrund des hervorragenden Engagements der Ausbilder noch gut funktioniere.
Verpflichtungen, Ernennungen und Ehrungen

Wie immer wurden im Rahmen des Kameradschaftsabends auch Ernennungen und Ehrungen vorgenommen.
Für den aktiven Feuerwehrdienst wurden verpflichtet:
Marcel Bender, Luca Dieden, Jürgen Forster, Patrick Klein, Mario Mildenberger, Kimberly Schmied (alle Feuerwache 1), Christoph Bernhard und Ralf Kleinschmidt (Feuerwache 2), Marlon Frech, Sven Müller und Jens Lukas Weber (Feuerwache 3) sowie Sven Bunn und Marco Fritz (Feuerwache 4)

Zur Feuerwehrfrau wurde Eileen Haas (Feuerwache 1), zum Feuerwehrmann wurden Michael Eckhardt (Feuerwache 1) und Kevin Reidenbach (Feuerwache 4) ernannt.

Zum Oberfeuerwehrmann wurden Markus Sommer (Feuerwache 1) und Karsten Borger (Feuerwache 3) ernannt.

Zur Hauptfeuerwehrfrau wurde Lara Wildberger (Feuerwache 3), zum Hauptfeuerwehrmann wurden Tobias Schaaf (Feuerwache 2) und Lukas Blum (Feuerwache 3) ernannt.

Zur Löschmeisterin wurde Isabella Wobito (Feuerwache 1), zum Löschmeister wurden Jens Grub und Dominic Rittner (Feuerwache 1), Jan Gutweiler (Feuerwache 3) sowie Christoph Weber (Feuerwache 4) ernannt.

Zum Oberlöschmeister ernannt wurden Edgar Dubberstein und Thorsten Inboden (beide Feuerwache 1).

Zum Hauptlöschmeister ernannt wurde Torsten Frahm (Feuerwache 1).

Zum Brandmeister wurden bestellt Volker Brust und Alexander Finck (beide Feuerwache 3).

Zum Oberbrandmeister wurden bestellt Christian Priebe (Feuerwache 1) und Christian Kurz (Feuerwache 3).

Nach 44 Jahren im Feuerwehrdienst wurde Hauptfeuerwehrmann Karl Reiner Wolf wegen der Erreichung der Altersgrenze vom Beigeordneten Friedrich Marx entpflichtet und aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Als Dank überreichte Marx dem „Vorbild für alle jüngeren Feuerwehrkameraden“, so der Beigeordnete, eine Statue des Sankt Florian. Auch die Angehörigen der Feuerwache 3 verabschiedeten Wolf und schenkten dem passionierten Eisenbahner eine Reise mit einem historischen Zug.

Nach dem Ablauf ihrer aktuellen Amtszeit waren die Wachführer und deren Stellvertreter von den Kameraden der jeweiligen Feuerwachen mit großer Mehrheit in ihrem Amt bestätigt worden. Daher wurden Wachführer Wolfgang Veeck (Feuerwache 1), Wachführer Karl Albert Schneider und sein Stellvertreter Walter Georg Veeck (Feuerwache 2), der stellvertretende Wachführer Christian Kurz (Feuerwache 3) sowie Wachführer Martin Weber und sein Stellvertreter Frank Knapp (Feuerwache 4) für weitere zehn Jahre für diese Funktionen verpflichtet.

Als Höhepunkt des Kameradschaftsabends wurden sechs Kameraden mit Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Beigeordneter Friedrich Marx verlieh Oberlöschmeister Edgar Dubberstein, Hauptlöschmeister Torsten Frahm und Hauptbrandmeister Peter Späth (alle Feuerwache 1) das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr. Oberbürgermeister Bruno Zimmer hatte die Ehre, Hauptbrandmeister Karl Albert Schneider (Feuerwache 2), Hauptbrandmeister Frank Knapp (Feuerwache 4) und Wehrleiter Jörg Riemer für 35-jährige aktive, pflichttreue Tätigkeit bei der Feuerwehr das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold zu verleihen.


Bericht: Michael Brill, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stadtverwaltung Idar-Oberstein