Wappen der Feuerwehr Rheinland-Pfalz

2008-03-19

feuerwehr-idar-oberstein.de

 

PRESSEMITTEILUNG Stadtverwaltung Idar-Oberstein vom 26.02.08

LOGO - Stadt Idar-ObersteinHohe Auszeichnung für zwei Feuerwehrmänner

Beim Kameradschaftsabend gab es eine Überraschung für Frank Forster und Klaus Udo Schuff

Bild 01 - Artikel vom 19.03.08Beim Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Idar-Oberstein würdigten die Redner vor allem das große ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrangehörigen. Zwei Kameraden, Frank Forster und Klaus Udo Schuff, wurden mit dem Silbernen Feuerwehrehrenzeichen am Band des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Zum Kameradschaftsabend, der erstmals in der Weierbacher Hessensteinhalle stattfand, konnte Beigeordneter Friedrich Marx neben aktiven und ehemaligen Feuerwehrangehörigen sowie Vertretern von Polizei, Hilfs- und Rettungsdiensten auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen. In seiner Ansprache blickte Marx auf seine ersten Monate als neuer Feuerwehrdezernten zurück. Die interessante und spannende Anfangsphase dieses Amtes wurde jäh durch den plötzlichen Tod des damaligen Wehrleiters Joachim Backes beendet, dessen Verdienste der Beigeordnete nochmals würdigte. Dem neuen Wehrleiter Kurt-Reiner Weyand und dessen Stellvertreter Wolfgang Veeck versicherte Marx die volle Unterstützung des Stadtvorstandes.

Der Beigeordnete wies darauf hin, dass auch in Zukunft regelmäßige Investitionen in Fahrzeuge und Ausrüstung der Feuerwehr notwendig sind. Marx unterstrich, dass es sich bei den Anschaffungen keineswegs um Luxus handele, sondern um das zur Ausübung des Dienstes Erforderliche. Außerdem könne von einer guten Ausrüstung unter Umständen das Leben der Feuerwehrleute abhängen, so Marx, daher seien hier Einsparungen nicht angebracht. Abschließend dankte der Beigeordnete den Feuerwehrfrauen und –männern für ihr hervorragendes ehrenamtliches Engagement, das einen wertvollen Beitrag für die Sicherheit der Idar-Oberstein Bevölkerung darstelle.


Bei seinem Einsatz- und Tätigkeitsbericht für das vergangene Jahr wies auch Wehrleiter Kurt-Reiner Weyand darauf hin, dass die Feuerwehrangehörigen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit sind, um ihren Mitbürgern zu helfen. Dazu verfügt die Idar-Obersteiner Wehr derzeit über 166 aktive Feuerwehrleute, von denen 2007 11 Jugendliche aus der Jugendwehr in den aktiven Dienst übernommen werden konnten. Überhaupt lege man großen Wert auf die Jugendarbeit, die ein Garant für den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr sei, unterstrich Weyand. 50 Jugendliche versehen derzeit ihn der Jugendwehr ihren Dienst.

Im Jahr 2007 wurden von den vier Feuerwachen insgesamt 189 Einsätze gefahren und bei 108 Veranstaltungen Brandsicherheitswachen gestellt. Auch beim Rheinland-Pfalz-Tag in Baumholder wurde die Idar-Obersteiner Feuerwehr eingesetzt. Glücklicherweise traten während der Einsätze keine schweren Verletzungen ein, so Weyand. Jedoch wurden drei Feuerwehrleute im Dienst leicht verletzt, ein Feuerwehrmann erlitt mittlere Verletzungen. Insgesamt befinde sich die Idar-Obersteiner Feuerwehr auf einem guten Ausrüstungs- und Ausbildungsniveau, konstatierte der Wehrleiter, was vor allem auch ein Verdienst seines verstorbenen Vorgängers Joachim Backes sei. Er und sein Stellvertreter Wolfgang Veeck würden die Feuerwehr in Backes’ Sinn weiterführen.


In seinem Grußwort ging Oberbürgermeister Bruno Zimmer ebenfalls auf die tragischen Ereignisse im vergangene Oktober ein, als innerhalb einer Woche der THW-Ortsleiter Hans-Jürgen Fuchs und Wehrleiter Joachim Backes verstarben. „Diese zwei Fachmänner bildeten das Rückgrat des Brand- und Zivilschutzes der Stadt Idar-Oberstein“, erklärte der OB. Bei der Feuerwehr habe man zwischenzeitlich mit Kurt-Reiner Weyand und Wolfgang Veeck adäquate Nachfolger gefunden, die bei ihren Kameraden anerkannt seien und auch das Vertrauen des Stadtvorstandes genießen. Dass die Unterstützung von Rat und Verwaltung für die Idar-Obersteiner Feuerwehr keine leere Worthülse sei könne man daran erkennen, dass neben den bisher zwei hauptamtlichen Gerätewarten eine zusätzliche Sachbearbeiterstelle für den Brandschutz bei der Stadt eingerichtet wurde, so Zimmer, der den Feuerwehrangehörigen ebenfalls für ihr ehrenamtliches Engagement dankte.


Kreisfeuerwehrinspekteur Eberhard Fuhr ging in seinem Grußwort auf die ständig steigenden Anforderungen an die Feuerwehrangehörigen ein, die vor allem durch den technischen Fortschritt – etwa im Fahrzeugbau – bedingt seien. Er unterstrich auch die gute Zusammenarbeit zwischen Kreis und Stadt, etwa bei der gemeinsamen Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen. Diese interkommunale Kooperation würde von der Landesregierung als vorbildlich erachtet, erklärte Fuhr.


Auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Dirk Backes, lobte die Zusammenarbeit der Feuerwehren im Kreis Birkenfeld, „denn ein Feuer macht nicht vor kommunalen Grenzen halt“. Er verwies darauf, dass das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrangehörigen den Kommunen viel Geld spare, denn ein hauptamtlicher Brandschutz auf diesem hohen Niveau sei von diesen nicht zu finanzieren.


Nach den Grußworten nahmen Beigeordneter Friedrich Marx, Wehrleiter Kurt-Reiner Weyand, dessen Stellvertreter Wolfgang Veeck und Kreisfeuerwehrinspekteur Eberhard Fuhr die anstehenden Verpflichtungen, Ernennungen und Ehrungen vor.

Für den aktiven Feuerwehrdienst wurden verpflichtet:
Milena Frühauf, Oliver Hahn, Ramona Heidrich, Chris Hennig, Benjamin Jakobs, Thomas Junker, Denny Risch, Tobias Schaar, Sven Steuer, Sascha Feickert, Carsten Klein (alle Wache 1), Alexander Klein, David Pastrik, Sascha Lind, Jochen Schneider, Marco Zimmermann, Björn Heringer, Katja Zimmermann (alle Wache 2), Matthias Keimburg und Christoph Messer (beide Wache 4).

Zur Feuerwehrfrau beziehungsweise zum Feuerwehrmann wurden folgende Anwärter ernannt:
Matthias Sommer (Wache 1), Christoph Mildenberger, Christian Kirsch, Vanessa Schug (alle Wache 3), Benjamin Freimann und Benjamin Feistel (beide Wache 4).

Folgende Feuerwehrleute wurden zur Oberfeuerwehrfrau oder zum Oberfeuerwehrmann ernannt:
Marco Effgen, Eric Edwards, Tobias Riefer, Carolin Junker, Dominic Rittner, Carsten Heck (alle Wache 1), David Kluge (Wache 2), Christoph Weber und Pascal Freimann (beide Wache 4).

Zum Hauptfeuerwehrmann wurden ernannt: Sebastian Junker, Philipp Ziegler (beide Wache 1), Alexander Finck (Wache 3) und Manuel Hahn (Wache 4).

Hauptfeuerwehrmann Jens Maurer von der Wache 4 wurde zum Löschmeister ernannt und Jürgen Becker, Kerstin Görtz (beide Wache 1) sowie Bernhard Rothenberger (Wache 4) wurden zu Brandmeistern bestellt. Kerstin Görtz ist damit die erste Feuerwehrfrau der Stadt Idar-Oberstein, die zur Brandmeisterin bestellt wurde.

Außerdem wurden Peter Späth (Wache 1) und Jörg Riemer (Wache 4) zu Oberbrandmeistern bestellt, gleichzeitig wurde Peter Späth zum Zugführer der Feuerwache 1 und Jörg Riemer zum Stadtjugendfeuerwehrwart ernannt.

Für 25-jährige aktive pflichttreue Tätigkeit im Feuerwehrdienst wurde folgenden Feuerwehrangehörige das silberne Feuerwehrehrenzeichen verliehen: Jörg Willrich (Wache 1), Thomas Diehl, Andreas Haag, Christian Haag (beide Wache 2), Stefan Werle (Wache 3) und Klaus Molter (Wache 4). Sogar schon 35 Jahre Feuerwehrdienst hat Klaus Udo Schuff von der Feuerwache 1 absolviert, ihm wurde hierfür das goldene Feuerwehrehrenzeichen verliehen.


Eine Überraschung hatte anschließend Landrat Axel Redmer im Gepäck. Er hatte die Ehre, zwei Feuerwehrangehörige mit dem Silbernen Feuerwehrehrenzeichen am Bande auszuzeichnen. Sichtlich überrascht nahmen Klaus Udo Schuff (Wache 1) und Frank Forster (Wache 2) ihre Ehrungen entgegen, die zweithöchste Auszeichnung, die das Land Rheinland-Pfalz für den Feuerwehrdienst zu vergeben hat.

Bild 01 - Artikel vom 19.03.08

Foto: Frank Forster (4.v.l.) und Klaus Udo Schuff (5.v.l.) erhielten die zweithöchste Ehrung der rheinland-pfälzischen Feuerwehr.