Wappen der Feuerwehr Rheinland-Pfalz

2005-02-03

Durch den Rauch sehen und Augen für die Einsatzleitung

Bild 01- Wärmebildkamera vom 03.02.04Anlässlich der Dienstbesprechung der Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr Idar-Oberstein am 02. Februar 2005 konnte Wehrleiter Joachim Backes die neu angeschaffte Wärmebildkamera MSA Auer EVOLUTION 5000 einschl. Video-Übertragungssystem  den Wachführern und ihren Stellvertretern vorstellen.

Feuerwehrdezernent Helmut Schneider konnte nun diese Wärmebildkamera im Beisein der hauptamtlichen Gerätewarte Udo Schuff und Klaus Schneider, die für die Wartung zuständig sein werden,  an Wehrleiter Joachim Backes und seinen Stellvertreter Kurt-Reiner Weyand übergeben.


Beigeordneter Helmut Schneider :
„Die Wärmebildkamera ist zu einem der wichtigsten Ersteinsatzmittel einer Feuerwehr geworden. Sie trägt viel zur Sicherheit der Feuerwehrleute und zur Reduktion der Einsatzzeiten bei. Da bei Stadtrat, Verwaltung und bei der Feuerwehrführung die Sicherheit ihrer Feuerwehrleute oberste Priorität hat, entschloss man sich zum Kauf einer Wärmebildkamera“.

Die Wärmebildkamera der Feuerwehr Idar-Oberstein ist eine Kleinformatkamera die leicht und handlich und durch ihre hohe Bildfrequenz und exzellente Bildqualität, mit Temperaturanzeige, mit Hitzesuchfunktion und Rotmarkierung der heißesten Stellen, allen Anforderungen des harten Feuerwehr-Einsatzes gerecht wird.

Wichtigstes Einsatzgebiet der Wärmebildkamera ist die Personensuche in verqualmten und dunklen Räumen, aber auch bei der Vermisstensuche z.B. nach Verkehrsunfällen oder in schwierigem Gelände.


Das Einsatzspektrum ist jedoch noch größer:
Orientierung der eigenen Kräfte in verqualmten, dunklen Gebäuden, Lokalisierung von Brandherden und Glutnestern,

Lenkung und Erfolgskontrolle des Löschwassereinsatzes, Lokalisierung von Austrittsstellen von Gasen und Flüssigkeiten, Ortung von Wärmeentwicklung in Silos, Heustöcken oder in Geräteinstallationen und Schaltschränken, Bestimmung des Füllstandes an Kesselwagen oder geschlossenen Behältern, Lokalisierung von heiß-gelaufenen Lagern und Geräteteilen.

Bei aller Technik gibt es allerdings auch Grenzen, so ist es beispielsweise nicht möglich durch Wände, Glasscheiben oder Wasser zu sehen.

Augen für die Einsatzleitung; mit dem Video-Übertragungssystem lassen sich Wärmebilder direkt aus dem Einsatz zur Einsatzleitung senden. So hat die Einsatzleitung einen bisher unerreichten Einblick in das Geschehen vor Ort, und das in Echtzeit. Die Vorteile für die Einsatzleitung sind eindeutig: genauere Informationen für Entscheidungen, größere Sicherheit des Einsatzpersonals, schnellere Erkennung von Gefahren, rasches Auffinden von Personen und effektivere Bereitstellung von zusätzlichen Einsatzmitteln.


Damit die Wärmebildkamera den Einsatzkräften der Feuerwehr Idar-Oberstein schnell zur Verfügung steht, wird sie mit dem Einsatzleitfahrzeug des Wehrleiters zum Einsatzort transportiert.

Das Video-Übertragungssystem ist auf dem Einsatzleitfahrzeug ELW 2 stationiert.


Mit der Anschaffung der Wärmebildkamera und des Video-Übertragungssystems, ist die Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr  Idar-Oberstein weiter verbessert worden.


Da auch die Sicherheit der Einsatzkräfte dadurch weiter verbessert werden konnte und das Auffinden von vermissten Personen und Tieren, selbst im dichtesten Brandrauch, schnell und sicher stattfinden kann, war es eine Investition in die richtige Richtung.


Fotostrecke




Bild 01- Wärmebildkamera vom 03.02.04
Gerätewart Klaus Schneider beim vorführen der Wärmebildkamera - von rechts nach links: Gerätewart Udo Schuff, Kurt-Reiner Weyand (stv. Wehrleiter), Beigeordneter Helmut Schneider und Joachim Backes (Wehrleiter)

Bild 02- Wärmebildkamera vom 03.02.04
Auch der Pressefotograf von der Nahezeitung zeigte Interesse an der Wärmebildkamera